Wunsch-Denken ist heilbar

Es gibt da so ein schlaues Buch „Bestellungen beim Universum“ – ein Handbuch zur Wunscherfüllung. Bärbel Mohr gibt dort viele Tipps rund um das Wünschen und das positive Denken. Da es nur ein kleines Büchlein ist, wird das Thema mit allen Facetten auch nur kurz angerissen. Aber vieles in diesem Büchlein zeigt den richtigen Ansatz.

Think BIG. Think positiv. Das ist eigentlich schon alles. Ja ja, red du  nur, werdet ihr jetzt sagen. Klar, ist ja auch so einfach, positiv zu denken. Nein, ist es natürlich nicht. Wenn ihr nur mal einen einzigen Tag versucht, eure Gedanken einzufangen und zu notieren, werdet ihr euch erschrecken. Vor euch selbst und all dem Negativen in eurem Kopf. Ja, glaubt mir, das ist wirklich so. Aufgrund unserer gemachten Erfahrungen und dem, was uns von allen möglichen Seiten „mit auf den Weg gegeben“ wird, denken wir meistens in negativen Strukturen, sog. Worst-Case-Szenarien. Erst mal überlegen, warum etwas nicht klappen könnte, bevor wir auch nur einmal darüber nachdenken, es einfach zu tun. Viele unserer Gedanken beginnen mit „ich will/ich will nicht“ und enthalten negative Worte wie nein/kein/nicht/nur/aber/ – also immer vom Ego und von Einschränkungen oder Ablehnung geprägt. Und genau das tut uns nicht gut. Schlimmer noch, es beeinflusst unser Handeln und blockiert Intuition. Das gleiche ist mit der (Be)Wertung von Menschen und Situationen. Ständig suchen wir nach dem Haar in der Suppe, stecken andere in Schubladen, lassen uns von Oberflächlichkeit verführen. Ist ja auch so viel einfacher….

Ich habe vor ein paar Jahren einen Selbsttest gemacht, inspiriert durch Michael Tomoff und sein Projekt „EinwandFrei für 21 Tage“ – das war harter Tobak, ich dachte, ich kenne mich, aber weit gefehlt. Ganz bewußt meine Gedanken niederzuschreiben und jeden Abend zu lesen, das war heftig. Erst am 5. Tag konnte ich Stück für Stück meine Gedanken „kontrollieren“, also umformulieren. Ich habe gelernt, in sog. Seins-Zuständen zu denken. Das ist nämlich das einzige, was das Universum und somit mein Unterbewußtsein versteht – richtig versteht. Wenn ich denke „ich will nicht….“ versteht das Unterbewußtsein nur den negativen Inhalt „nicht“. Und schon bekommst du das, was du eigentlich doch nicht wolltest. Wenn du mit Vorbehalten in eine Situation hinein gehst, werden sich diese meist bestätigen, denn das ist es, was du in dir trägst, was du ausstrahlst. Darum meckert man auch ständig über Dies und Das, weil man ja eh nicht an einen positiven Verlauf glaubt. Dein Denken beeinflusst alles, in dir, um dich.

Der Versuch, meine Gedanken umzukehren und nur positiv zu formulieren bzw. in Seinszustände umzusetzen, war ein Prozess, der nach den 21 Tagen noch lange nicht abgeschlossen war. Aber ich habe viel über mich gelernt und darüber, warum ich überhaupt so oft negativ gedacht habe. Und genau da habe ich weitergemacht. Aufgearbeitet, losgelassen, umgedreht, dem Feuer übergeben, aufgelöst…. einfach alles, was man mit altem unnötigen Ballast und dunklen Schatten machen kann, um sie loszuwerden. Das brachte mich einen enormen Schritt weiter.

Nach 8 Monaten habe ich das Experiment noch einmal wiederholt. Und siehe da, es ging schon viel viel besser, ich konnte bewusster denken. Klingt blöd, ist aber so. Vor allem aber habe ich aufhören können, ständig alle Menschen und Situationen um mich herum zu bewerten und in irgendwelche Schubladen zu packen. Oder an Fakten rumzumäkeln, die eh unabänderlich sind. Ob beim Autofahren, im Supermarkt, auf der Arbeit, in der Freizeit. Früher hab ich immer irgendwas zu meckern gehabt. Und das tollste daran ist, alles geht viel leichter ohne Gemecker. Entspannter. Entschleunigt. Freundlicher. Herzlicher.

Das ganze ist kein Hexenwerk. Es ist ein mehr oder weniger langer Weg. Und natürlich gibt es immer wieder Rückfälle. Schliesslich sind wir keine Computer, die einmal umprogrammiert den neuen Weg gehen. Wir sind emotionale Wesen, die halt auch mal etwas wankelmütig sind, je nach Tagesform. Aber es geht um die grundsätzliche Einstellung und die innere Haltung dazu. Und wenn du die einmal geändert hast, machen auch Rückfälle mal grad gar nix. Du bemerkst sie, lächelst kurz über dich und findest ganz schnell wieder den Weg in die  neue, leichtere und lebenswertere Spur.

Probiers doch mal aus – einen Tag ganz achtsam mit deinen Gedanken sein. Merke oder notiere dir all die negativen oder negativ formulierten Gedanken und Worte und setz dich dann mal in Ruhe hin und hinterfrage. Warum war das so? Was wäre, wenn ich anders gedacht/gesprochen hätte? Hat mein Gemecker irgend etwas verändert. Konnte ich damit etwas bewegen? Ich bin gespannt, was du erlebst. Vielleicht magst du es berichten?

LOVE ♥ Salira

2 Gedanken zu “Wunsch-Denken ist heilbar

  1. Hallo Salira!

    Vielen Dank für deine Nennung im Post und super, dass du dich an die einwandfrei-Challenge gewagt hast! Ich denke, unsere Sprache ist eine der mächtigsten Waffen, wenn es um Selbstentwicklung geht und ich freue mich immer wieder, wenn Menschen wie du sich dieser Aufgabe annehmen und an sich arbeiten.

    Und ich hoffe, es dient dir immer noch gut, dass du dich rangetraut hast! 😉
    Beste Grüße aus Bonn,
    Michael

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Michael!
      Herzlichen Dank für dein Feedback. Ja, ich habe durch die Einwandfrei-Challange viel über mich gelernt und arbeite heute immer noch viel mit den Inhalten. Sowohl an mir selbst wie auch mit vielen meiner Klienten. Es ist eines der einfachsten aber wirkungsvollsten Coachingelemente, die ich je kennengelernt habe. Abr auch eine Herausforderung, denn Wahrhaftigkeit tut manchmal doch weh. Aber es ist wie immer im Leben: stelle keine Frage, deren Antwort du nicht wissen willst!!
      Habe mir übrigens erlaubt, dich bzw. deine Page in meine Blogroll aufzunehmen 🙂

      Herzensgrüße aus Köln,
      Salira

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