Besinnlichkeit ist befohlen

Die Supermärkte bereiten uns seit Oktober bereits darauf vor, dass bald wieder diese besondere Zeit im Jahr kommt. Demnächst wird es Schokokläuse in Badehose und mit Sonnenbrille geben, nur damit der Kommerz noch mehr an dem Weihnachtswahn verdient. Irgendwie macht das viel kaputt. Zu meiner Kinderzeit waren Spekulatius & Co ein absolutes Highlight, auf das man sich das ganze Jahr freuen konnte und man wusste ganz sicher, bis Silvester ist vielleicht noch was da und dann….. freudiges Warten auf das nächste Jahr. Die Adventszeit hatte einen ganz besonderen Zauber und das Weihnachtsfest mit all den christlichen Tugenden war der Höhepunkt eines Jahres, in dem man aber auch in anderen Monaten Zeit für Besinnung, Liebe und Achtsamkeit füreinander fand.

Meine Überschrift klingt vielleicht ein wenig hart, aber manchmal empfinde ich das so. Kaum geht das Jahr zu Ende, der letze Monat bricht an, dann werden die Menschen hektisch, stressen sich und andere mit überzogenen Erwartungen und dem Bedürfnis, mit materiellen Gesten ihrem Ego und allen anderen, die es manchmal gar nicht wissen wollen, zu beweisen, wie toll man ist. Wie sehr man den anderen schätzt wird am Wert der Geschenke gemessen. WTF !! In einer Gesellschaft, in der die meisten eh alles haben, was sie ohnehin nicht wirklich brauchen und die, die wirklich bedürftig sind, kaum Beachtung finden. Jetzt beginnt also die Zeit, in der „Besinnlichkeit“ wieder „angesagt“ ist. Weil es eben die Adventszeit ist. Da gehört sich das so. Da muss das so sein. Da gibt es sogar mal ein paar Cent für den Obdachlosen oder den Strassenmusikanten, der den Rest des Jahres mit einem Naserümpfen ignoriert wird. Da ist man sogar nett zu Verwandten, denen man den Rest des Jahres aus dem Weg geht, weil die Verbindung zerrissen ist. Es wird gespendet, was das Zeug hält, um das Gewissen zu beruhigen und es werden Vorsätze gemacht, die eh seltenst eingehalten werden.

Adventszeit. Weihnachtszeit. Zeit der Besinnlichkeit, der Nächstenliebe. Was ist mit den anderen 11 Monaten? Da laufen sie „besinnungslos“ durch die Gegend, leben an ihrem Leben vorbei, öffnen die Bullshit-Klappen in ihren Gehirnen und lassen alles rein und raus, was wenig Sinn ergibt? Warum leben wir die christlichen Tugenden nicht 365 Tage im Jahr? Wenn wir mit weitem Herzen, offenen Augen und hörenden Ohren durch die Welt gehen, haben wir nicht nur selber viel mehr vom Leben. Auch alles und alle um uns herum können wir mit einer liebe- und respektvollen Umgangsweise anstecken, wenn sie es uns nicht  eh schon lange voraushaben. Es ist eigentlich gar nicht schwer – wenn der Alltag dich mal wieder „fest im Griff“ hat und du dabei bist, dich zu verlieren, dann halte mal kurz ein und besinne dich auf die wirklich wichtigen Dinge.

Lächle. Zuerst dich selber an und dann jeden, der dir begegnet. Liebe. Liebe dich selber aus tiefsten Herzen und du wirst alles und alle um dich herum auch lieben können. Und genau das verleiht dir die Leichtigkeit, nach der du so dringend suchst. So wie die Kinder, die uns immer wieder zeigen, dass bedingungslos zu sein, alles einfacher macht.

Ich danke Jesus immer wieder dafür, dass er uns gezeigt hat, was bedingungslose Liebe ist. Ohne zu fordern, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, immer gebend, immer wahrhaftig, lächelnd und dankbar. Niemand hat gesagt, dass es leicht ist das Leben. Das war seins wahrlich auch nicht. Aber worüber klagen wir? Uns geht es doch gut. Wir sehen es nur nicht mehr. Weil alles so selbstverständlich geworden ist. Liebe ist selbstverständlich. Im wahrsten Sinne des Wortes: selbst verständlich. Liebe braucht keine Erklärung, du musst dich nur öffnen und fühlen….. probier’s aus. Und du wirst reich beschenkt.

In diesem Sinne, einen wundervollen 1. Advent.

LOVE ♥ Salira

 

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