Ich bin doch nicht blöd!

Nein, ich mache hier keine Werbung für einen deutschen Elektronikriesen – dennoch benutze ich diesen Spruch immer öfter in der letzten Zeit. Ja, ich führe hin und wieder Selbstgespräche, schließlich benötige ich die eine oder andere kompetente Beratung in dem alltäglichen Wahnsinn…

Die letzten Wochen sind ja wieder mal voll von Irrsinn. Krieg aus unterschiedlichsten Motiven, Hunger und himmelschreiende Ungerechtigkeiten auf der ganzen Welt verstreut sind leider nichts Neues. Die Veränderung des Klimas, daraus resultierende Katastrophen überall, das Wetter passt irgendwie nicht mehr zu unserem Kalender. Aber dann kommen Meldungen dazwischen, die mich echt aus den Schuhen hauen. Hassprediger an Schulen, Demonstrationen von wildgewordenen Handfegern ohne Kopfbehaarung in Köln, Prozesse, die einen an Recht und Gerechtigkeit zweifeln lassen, die Wirtschaft lähmende Streiks durch überholte Gewerkschaftsstrukturen, braune Hemden und rote Flaggen führen zusammenhangslos zu heftigsten Diskussionen fehlgeleiteter Vergangenheitsbewältiger, und und und… Manchmal fehlen mir einfach die Worte – oder ich bin eben zu blöd.

Und dann das: da wird in den USA ein über 90jähriger Anwalt zusammen mit zwei befreundeten Priestern verhaftet, weil er warmes Essen an Obdachlose verteilt. Weil das gegen irgendwelche Lebensmittelrichtlienen dieses Bundesstaates verstößt. Eine Frau in Deutschland, die seit 8 Jahren privat Marmelade einkEinsteinocht und diese auf Bazaren für wohltätige Zwecke/soziale Einrichtungen (die sonst keine Unterstützung erhalten) verkauft hat, mag das nun nicht mehr machen, weil man von ihr eine gewerbliche Anmeldung verlangt und dass sie ihre private Küche in eine gewerbliche umbaut.

Bin ich nun blöd oder sehe ich die Dinge zu eng? Wo bleibt die Verhältnismäßigkeit? Darf nicht jeder selbst entscheiden, ob und wie er anderen hilft? Gaben, die von Herzen kommen, aber den Gesetzen nicht entsprechen. Hat schon eine gewissen Perversion in sich. Denn die Menschen, die solche „Spielregeln“ erstellen, kommen höchst selten in die Situationen, die sie regeln.

Manchmal denke ich, Gottes größter Fehler war es , dem Menschen das Denken zu ermöglichen. Nein, natürlich war es nicht sein Fehler. Aber der Mensch kann scheinbar mit diesem machtvollen Instrument des Denkens immer häufiger nicht richtig umgehen. Ständiges Bewerten von allem und jedem, Selbstverleugnung und Neid – führt zu nix, macht nur das eigenen Leben schwer und sich selbst klein. Warum darf nicht jeder wie er will?

Ich muss nicht den Erwartungen anderer entsprechen. Nein, ich muss das tun, was für mich im Herzen und im Hirn das richtige „Feeling“ auslöst. Was MICH glücklich macht, nicht andere. Aber wenn ich das tue, was mich mit Freude erfüllt, dann erfreue ich damit automatisch auch andere. Naja, vielleicht nicht alle, denn da gibt es ja noch dieses Thema aus dem Absatz zuvor.

„Loss se doch schwade“ ist ein Spruch in Köln – schwer dich nicht drum, was andere reden – schon gar nicht über dich. Gehe unbeirrt deinen Weg. Wenn alle um dich herum sagen, du bist anders/verrückt, dann weißt du, daß du alles richtig machst.

Also nein, ich bin nicht blöd. Ich bin nur anders. Denn ich liebe das Leben, egal wie schwierig die Herausforderungen auch sind. Ich gehe meinen Weg und erfreue mich auch am Glück und am Erfolg anderer um mich herum. Denn wenn ich in die Augen eines glücklichen Menschen schaue, dann kann ich mein Licht mit dem seinen verbinden und nehme so Teil an seinem Glück. So what – gibt es was schöneres?

LOVE ♥ Salira

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