Das Thema Männer ist vom Tisch…

Mein gestriger Post auf Facebook zum „Aufreger des (Son)Tages“ hat einigen Anklang gefunden – nicht nur bei den Teilnehmerinnen des Frauenflohmarktes „Mädelsparadies“ am 26.10.14, auf dem ich mit meiner Schmuckwerkstatt auch einen Stand hatte. Die Idee und das Konzept war/ist gut, die Umsetzung dann im Laufe des Tages in einem Punkt grenzwertig. Dazu hänge ich gleich unten den Text nochmals an, denn meine Timeline ist nur für Freunde offen. Jedenfalls hat das Thema „Männer müssen draussen bleiben“ unser aller Gemüter ziemlich erhitzt. Schon während des Flohmarkts wurde viel diskutiert und etliche Teilnehmerinnen haben auf der Facebook-Seite der Veranstaltung dann auch Kritik und Verbesserungsvorschläge gepostet. Leider wurden ALLE auch nur im Ansatz kritische Post gelöscht, nur die „alles war schön“-Kommentar sind geblieben. Das ist wirklich sehr schade, lernen wir doch alle auch durch solche Anmerkungen. Letztendlich hat die Veranstalterin am Abend dann reagiert und auf ihrer Homepage für den nächsten Termin geschrieben, dass „nur Mädels“ so halt nicht gehe, daher seien „Männer explizit willkommen!“. Sicherlich auch aufgrund der häufigsten Aussage, dass man diesen Markt nicht mehr buchen wolle, wenn der Veranstalter mögliche Kunden und damit Verkaufserlöse verhindert.

Somit ist das Thema vom Tisch – wie es sich auch heute in einem Gespräch mit einem Redakteur des KStA darstellte, der an meinem Leserbrief interessiert war, daher recherchierte und aufgrund der Änderungen auf der Homepage meinte, das sei ja nun hinfällig. Da gebe ich im grundsätzlich Recht – das Thema Männer ist in diesem Zusammenhang vom Tisch…. ∧∧

Dennoch bleibt ein sehr fader Nachgeschmack – denn für mich war der eigentliche Aufreger nicht die Tatsache an sich, dass die Veranstaltung eigentlich nur für Mädels gedacht war, sondern die Art und Weise, die Argumentation und der Ton, wie die Menschen der Türe verwiesen wurden. Das hat etwas mit der grundsätzlichen Einstellung und Geisteshaltung zu tun, mit mangelndem Respekt im Umgang mit Menschen, null Toleranz, und mit einem alles überragenden Ego, den eigenen Willen ohne Rücksicht auf Verluste durchzusetzen. Es gibt immer noch solche, für die Ausgrenzung kein Problem ist und die das vielleicht gar nicht so empfinden. MIr aber war das zuviel, was ich gesehen und gehört habe und daher bleibe ich auch konsequent. Denn ich bin nicht davon überzeugt, dass die Änderung der „Spielregeln“ für die Veranstaltung auch die Geisteshaltung mal eben so „aufgelöst“ hat.

However, wir sind schon auf der Suche nach neuen Paradiesen, in denen wir uns mit euch treffen, austauschen, klönen und vieles mehr können.

LOVE ♥ Salira

Hier also nochmal mein Facebook-Post von gestern – bitte unter dem Aspekt zu lesen, dass das Thema ja nun nicht mehr „aktuell/akut“ ist ; )

Männer müssen draussen bleiben !?!?

Was gestern so geschehen ist, musste erst mal sacken, so unglaublich waren einige Erlebnisse dieses Tages. Ich war gestern mit einem Stand meiner Schmuckwerkstatt auf einem Frauenflohmarkt namens „Mädelsparadies“ in Köln, in der Mülheimer Stadthalle.
Tja, was soll ich sagen – ich hab mich wirklich sehr auf diese Veranstaltung gefreut und die Gelegenheit, meine neue Schmuck-Kollektion einem netten Publikum vorzustellen. Soweit war auch wirklich alles ok – Ausstellfläche großzügig, super nette Mitausstellerinnen, gute Stimmung. Leider gab es einen massiven Wermutstropfen. Ein Mädelsflohmarkt, auf dem nur Mädelssachen präsentiert werden, also kein Elektrokram, Werkzeug und Handytaschen, wie sonst auf Flohmärkten ist absolut ok. Auch, dass eben nur Mädels diese Waren präsentieren durften – auch ok. Aber dass letztendlich alle männlichen Besucher verbannt wurden, war absolut grenzwertig. Abgesehen davon, dass uns dadurch potentielle Kunden und somit Umsatz verloren ging, war es die Art und Weise wie auch das Argument (andere/schlechte Energie), wie Paar/Familien der Tür verwiesen wurden, nicht wirklich gelungen.
Gerade ältere Paare, wo Frauen dieses Alters selten alleine Veranstaltungen besuchen, weil sie einfach lieber mit ihrem Partner unterwegs sind – wie geht es an zu sagen, du Frau darfst rein und du Mann geh einfach wieder oder warte vor der Türe wie ein Hund. Oder die Dame, deren Gatte im Rollstuhl saß. Sollte sie ihm vielleicht ein Parkticket ziehen, damit sie selber ein wenig Freude erleben darf? Oder die gemischte Gruppe Betreuer mit ihren ebenfalls gemischten schwerstbehinderten Patienten, die in freudiger Erwartung den beschwerlichen Weg zur Stadthalle gemacht hatten, um zu hören, dass die Hälfte der Gruppe nicht willkommen ist. Dann das Paar mit dem kleinen Kind und dem Hund – Sonntag ist FAMILIENTAG und in Harmonie wird etwas zusammen unternommen. Und das ist gut so.
Ganz nebenbei erwähnt ist so ein Familien/Paarausflug in guter Stimmung für uns Verkäufer die beste Voraussetzung auf Umsatz, denn häufig ist der Mann dann in Geberlaune und spendiert seiner Liebsten einen Herzenswunsch. Abgesehen davon, hatte ich im Vorfeld nirgendwo gelesen, dass Männer als Besucher unerwünscht sind. Mädelsflohmarkt schön und gut, aber warum dürfen die Jungs uns nicht besuchen – schließlich wollen wir alle verkaufen, egal ob Trödel, Selbstgemachtes oder Schnickschnack. Wir haben eine Standgebühr bezahlt, die wirklich nicht in die Kategorie Schnäppchen fällt und dann wird uns seitens des Veranstalters ein großer Anteil potentieller Kunden wegen „falscher Energie“ vorenthalten. Aus kaufmännischer Sicht ein sog. NoGo.
Es gibt noch viele Beispiele von sehr unglücklichen Begebenheiten dieser Art von gestern – aber meine Gedanken sind genügend mit Beispielen untermalt. Ich gehöre zu den Menschen, die Ausgrenzungen dieser Art nicht gutheißt und vor allem nicht unterstützen mag. Ich arbeite seit vielen Jahre u.a. mit dem Thema Energie und kenne die Spannungen zwischen Shiva und Shakti – die aber auch sehr bereichernd sein kann. Damit richtig umzugehen, ist ja die wahre Kunst im Leben. So offenkundig männerfeindliches Agieren verbunden mit dem Ziel, ein großes Event mit viel Umsatz zu haben, ist nicht leicht vereinbar. Ich habe mit einigen der Ausstellerinnen gesprochen, alle waren gleichermaßen entsetzt und konnten die Veranstalterin einfach nicht verstehen.
Wirklich schade, dass eine grundsätzlich schöne Idee und ein fröhliches Konzept dann durch Engstirnigkeit kaputt gemacht wird. Ich werde mir wohl ein anderes Paradies für Mädels suchen….

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s